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17.03.2009 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

»Virtueller Streik ist Wahnsinn«

Regierung Berlusconi will Gewerkschaftsrechte radikal einschränken. Ein Gespräch mit Piero Bernocchi

Raoul Rigault
Piero Bernocchi ist nationaler ­Sprecher der linken italienischen Basis­gewerkschaft Confederazione COBAS und Mitglied der Koordination des ­Europäischen Sozialforums
Vor einigen Tagen hat die Regierung Berlusconi einen Gesetzentwurf über neue Antistreiknormen für das Verkehrswesen beschlossen. Unter anderem will sie im Vorfeld von Arbeitskämpfen Referenden in den Unternehmen vorschreiben. Außerdem will Berlusconi einen »virtuellen Streik« einführen, bei dem normal gearbeitet wird, Arbeiter und Unternehmer aber gemeinsam Zeitungsanzeigen finanzieren, in denen die Gründe des Protestes dargestellt werden. Was halten Sie davon?

Den Arbeitern einen »virtuellen Streik« vorzuschlagen, bei dem sie zur Arbeit gehen und sich für die bloße Veröffentlichung einer Zeitungsanzeige auch noch Geld vom Gehalt abziehen lassen müssen, ist buchstäblich Wahnsinn.
Dahinter steht die Vorstellung, daß man nur dann streiken kann, wenn man mindestens 51 Prozent der Belegschaft v...


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