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16.03.2009 / Feuilleton / Seite 12

Senegal an der Seine

Auf den Hund gekommen, wie man sagt: ein märchenhafter Paris-Roman aus den Niederlanden

Alice Werner
Der Niederländer Adriaan van Dis hat ein ergreifendes Buch darüber geschrieben, wie die Welt in Arm und Reich zerfällt. Es beginnt an einem kühlen Frühlingsabend in Paris. Herr Mulder, ein feiner Herr in Dufflecoat und teuren Schuhen, dreht seine übliche Runde vor dem Schlafengehen, als er zufällig Zeuge einer Brandkatastrophe wird: Ein Asylbewerberheim steht lichterloh in Flammen. Die Angst, die in der Luft liegt, raubt den Schaulustigen den Atem. Auch Mulder kann sich der betäubenden Faszination des Unheils nicht entziehen. Der Schreck holt ihn erst auf dem Nachhauseweg ein – Seite an Seite mit einem hinkenden, rußgeschwärzten Hund, der so tut, als sei Mulder sein Herrchen.

Adriaan van Dis, Jahrgang 1946, füllt seinen Roman mit hochgradig explosivem Sprengstoff: Sein Hund ist ein Migrantenhund, ein Flüchtling aus Afrika, ein Asylant in der Weltmetropole Paris. Ein Hund ohne Identität und ohne Namen, fast möchte man sagen: ohne Paß. Bereits der Ti...

Artikel-Länge: 3230 Zeichen

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