Gegründet 1947 Dienstag, 12. November 2019, Nr. 263
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
05.02.2009 / Feuilleton / Seite 12

Rasender Stillstand

Laß uns nicht von Prekariat reden: In Potsdam fragte die Soziologin Natalie Grimm, ob Arbeitslose etwas zu verlieren haben

Matthias Becker
Es darf nichts dazwischenkommen.« Die Soziologin Natalie Grimm hat mit Beziehern von Arbeitslosengeld II gesprochen und faßt deren Situation so zusammen: Eine Krankheit, die Kündigung, Scheidung oder die Geburt eines Kindes führen zu einem »Bruch« im Lebenslauf. Nur wenigen gelingt es, ihn wieder zu kitten.

Grimm arbeitet für das Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS). Im Rahmen des Forschungsprojekts »Prekarisierte Erwerbsbiographien«, zum Teil vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanziert, werden Erwerbslose fünf Jahre lang regelmäßig befragt. Und zwar nicht nur zu den sogenannten harten Fakten, sondern auch zu deren Verarbeitung: Wie erleben sie ihre Deklassierung? Wehren sie sich, fühlen sie Scham oder Wut? Am Dienstag sprach Grimm beim Potsdamer Einstein-Forum über ihre bisherigen Ergebnisse.

Die Aussagekraft ihrer Studie ist allerdings beschränkt. Vergleichsweise wenig Menschen wurden interviewt (106), außerdem kamen die Forscher oft ...



Artikel-Länge: 5178 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €