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19.01.2009 / Politisches Buch / Seite 15

Unteilbarer Humanismus

Felicia Langer hat ein eindringliches Buch zum israelisch-palästinensischen Konflikt geschrieben

Werner Ruf
Um Hoffnung kämpfen« ist wohl das persönlichste Buch, das die in Tübingen lebende israelische Rechtsanwältin und Trägerin des alternativen Nobelpreises Felicia Langer geschrieben hat. Es beginnt mit einem sehr sensiblen Rückblick auf die Feier ihrer Goldenen Hochzeit mit Mieciu, der als Kind fünf Konzentrationslager überlebte, während seine Familie ausgelöscht wurde. Sie selbst und ihre Familie hatten sich vor den Nazis in die Sowjetunion retten können. Die Freude über die anwesenden Enkel bringt sie schnell zurück zu der Aufgabe, die ihr Leben bis heute bestimmt: der Schutz von Kindern, Familien, Menschen in Palästina vor Willkür, Unterdrückung und Entrechtung durch die israelischen Besatzer. Daß dieses Buch am Vorabend des Angriffs der israelischen Armee erschien, ist Zufall – um so aktueller und eindringlicher ist seine Botschaft.

Internationale Dimension

Gerade das Elend im Gazastreifen, noch vor der Invasion vom 27. Dezember 2008, wird thematisiert: ...

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