Schwarzer Kanal
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10.01.2009 / Inland / Seite 6

In doppelter Tiefe

Der Verein »Leipziger ehren« ist dem Grab von Marinus van der Lubbe ein gutes Stück näher gekommen. Der Antifaschist wurde vor 75 Jahren hingerichtet

Dr. Volker Külow
Vor 75 Jahren, am Morgen des 10. Januar 1934, wurde im Innenhof des Leipziger Landgerichts, der aus dem holländischen Leiden stammende Maurer Marinus van der Lubbe auf dem Schafott hingerichtet. Dem Rätekommunisten wurde »Hochverrat in Tateinheit mit aufrührerischer Brandstiftung« vorgeworfen. 74 Jahre später hob die Bundesanwaltschaft den Richterspruch gegen den angeblichen Alleintäter beim Reichstagsbrand auf. Vorausgegangen waren jahrzehntelange juristische Auseinandersetzungen um ein Todesurteil, das seinerzeit auf der berüchtigten »Lex van der Lubbe« basierte und bei dessen Vollstreckung es sich letztlich um einen Justizmord handelte. Mit der Urteilsaufhebung am 6. Januar 2008 ist der Fall für die Juristen formal endgültig abgeschlossen. Die Reichstagsbrandkontroverse dürfte trotzdem noch lange für Auseinandersetzungen sorgen. Der Verein »Leipziger ehren e.V.« versucht weiterhin, diesen historisch wichtigen politischen Kriminalfall genauer zu beleuch...

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