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30.12.2008 / Inland / Seite 2

»Die Klinik hat den Patienten abgewiesen«

Berliner Krankenhaus verweigerte Behandlung von Flüchtling. Aufnahme von Illegalisierten in Gesundheitsversorgung gefordert. Ein Gespräch mit Julia Möbus

Gitta Düperthal
Julia Möbus ist Mitarbeiterin des Büros für medizinische Flüchtlingshilfe Berlin

Sie haben über einen Fall berichtet, in dem ein illegalisierter Flüchtling im evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge in Berlin-Lichtenberg Ende November nicht behandelt wurde, obwohl er lebensbedrohlich erkrankt war. Das Ausländeramt habe keinen Aufenthaltsstatus bestätigen und das Sozialamt keine Kostenübernahme erstellen wollen …

Es ging tatsächlich vor allem um Geld, also um die Finanzierung der Krankenbehandlung. Die Klinik hatte den an akutem Nierenversagen leidenden Patienten nach der stationären Behandlung mit der Begründung abgewiesen, die Kosten dafür würden nicht übernommen. Was jedoch nicht stimmt: Das Sozialamt ist zur Zahlung verpflichtet. Über diese Regelung schien das Krankenhaus nicht informiert zu sein. Es übernahm die Behandlung von Herrn T. In einer Höhe bis zu 6000 Euro, machte die Kosten aber nicht geltend und blieb dadurch darauf sitzen....

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