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17.12.2008 / Ausland / Seite 8

»Der Gewaltausbruch in Athen ist verständlich«

Die Proteste in Griechenland könnten eine ganze Generation politisieren. Ein Gespräch mit Giorgos Maniatis

Heike Schrader, Athen
Giorgos Maniatis ist Mitglied der Organisation »Netzwerk für politische und soziale Rechte«.

Militanz ist in Griechenland kein ungewöhnliches Phänomen. War damit zu rechnen, daß es nach der Ermordung von Alexis Grigoro­poulos durch die Polizei zu einem solchen Aufstand kommen würde?

Die Wahrheit ist, daß niemand etwas Derartiges erwartet hat. Natürlich war es klar, daß es Reaktionen geben würde. Aber diese Form massenhafter Wut und vor allem diesen Aufstand der Schüler, der Jugend hat niemand vorausgesehen.

Sind die tödlichen Schüsse das Werk eines Durchgeknallten? Welche Rolle spielt die Polizei in Griechenland?

In den letzten Jahren wurde die Repression verschärft, besonders gegenüber den am System Zweifelnden und gegenüber Migranten und Flüchtlingen. In allen Zentren in den großen Städten herrscht hohe Polizeipräsenz. Wenn man durch Athen geht, fühlt man sich wie in einer besetzten Stadt. Die Polizei besetzt den öffentlichen Raum und kontrolliert jede ...




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