12.12.2008 / Thema / Seite 10

Stadt der Witwen

Vor 65 Jahren verübte die Wehrmacht in Kalavrita das größte Massaker an griechischen Zivilisten

Martin Seckendorf
Vom 5. bis 14. Dezember 1943 wurden von der 117. Jägerdivision (Jg. Div.) während des »Unternehmens ›Kalawrita‹« auf der Halbinsel Peloponnes nach Unterlagen der Wehrmacht über 700, nach griechischen Untersuchungen mehr als 1300 Griechen ermordet. Die 117. Jg. Div. wurde im Sommer 1943 aus Jugoslawien kommend auf die griechische Halbinsel verlegt. Sie sollte eine alliierte Landung abwehren, insbesondere die strategisch bedeutsame Land- und Seeverbindung Patras–Athen am Golf von Korinth gegen anglo-amerikanische Angriffe halten.

Seit der Niederlage der faschistischen Truppen in Nordafrika (siehe jW-Thema vom 23.10.2007) ging die deutsche Führung davon aus, daß die Alliierten bald an der Westküste Griechenlands landen werden. Das größte Problem bei den Vorbereitungen der Deutschen auf eine alliierte Landung bildete die schnell an militärischem Gewicht zunehmende Griechische Volksbefreiungsarmee ELAS auf dem lange als »befriedet« geltenden Peloponnes. Am 15....

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