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17.11.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Raubzug in Afrika

Der Uranbergbau bedroht Lebensgrundlagen der Ureinwohner in Namibia, Malawi und Tansania. Experten befürchten Trinkwassermangel

Norbert Suchanek, Windhoek
Das Volk der Nama im Südwesten Namibia hat seit rund 100 Jahren ein großes Problem. Ihr Land ist reich an Bodenschätzen. Weil sich in ihrem Territorium in der Namib große Diamantvorkommen befinden, wurden die Nama von der deutschen Kolonialarmee, Schutztruppe genannt, vertrieben. 1908 wurde ein Großteil ihrer Heimat zum Sperrgebiet erklärt. Den als Hottentotten bezeichneten Ureinwohnern der Namib blieb der schmale Streifen des Kuisebtals bei Walvis Bay. Doch nun droht der Uranbergbauboom den Nama auch noch die verbliebenen Lebensgrundlagen in diesem Gebiet zu nehmen.

Bereits seit 1976 gräbt der Bergbaukonzerns Rio Tinto in der Rössing Mine den gelben, radioaktiven Atom­treibstoff, Yellow Cake genannt, aus der Namib. Rössing ist der größte Tagebau der Welt, ein über 345 Meter tiefes, drei Kilometer langes und 1,2 Kilometer breites Loch. Die herausgesprengten radioaktiven Felsen werden gemahlen und das Uran mit Hilfe von Chemikalien herausgelöst. Doch etwa 8...

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