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10.10.2008 / Ausland / Seite 8

»Man wird verfolgt, weil man jemanden kennt«

Repression gegen Revolutionäre in Belgien mit deutlichen Parallelen zum Berliner »mg«-Verfahren. Ein Gespräch mit Bertrand Sassoye

Nina Zeise
Bertrand Sassoye ist Mitglied des ­Sekretariates zum Aufbau einer Roten Hilfe International und ehemaliges Mitglied der Stadtguerillagruppe Kämpfende Kommunistische Zellen CCC (Cellules Communistes Combattantes)

In Berlin findet zur Zeit ein Verfahren gegen vier Antimilitaristen statt. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglieder in der »militanten gruppe« (mg) zu sein, die als »kriminelle Vereinigung« nach Paragraph 129 verfolgt wird. Sie selbst sind im Juni in Brüssel verhaftet worden und mit ähnlichen Beschuldigungen konfrontiert ...

... und auch mit einem ähnlichen Konstrukt. Dahinter steht die immer breitere Anwendung des »Vereinigungsdeliktes« durch die Klassenjustiz. Man wird verfolgt, weil man jemanden kennt. Man gerät ins Visier, wenn man auch nur zum Teil dessen Ideal teile und Interesse an seinem Engagement gezeigt hat. Man wird verfolgt, als ob man die ganzen Aktivitäten dieser Person befürwortet.

Warum wurden Sie im Juni in Belgien verhaftet?

Die Ges...

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