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11.09.2008 / Feuilleton / Seite 13

Handfeste Architekturkritik

Ein Sommer voller Helden (59)

Wiglaf Droste
Architektur und Verbrechen liegen oft so dicht beieinander, daß sie mit bloßem Auge nicht voneinander zu unterscheiden sind. Wie kann man Architekten dazu bringen, menschenwürdige Gebäude zu errichten? Indem man sie verpflichtet, mit ihren Familien in den Häusern zu wohnen, die sie bauen. Oder, wenn es sich nicht um Wohnhäuser handelt, in unmittelbarer Nähe ihrer Bauwerke. Schließlich müssen alle, die Architektur vor die Nase gesetzt bekommen, ohne bei ihrer Gestaltung mitsprechen zu können, mit den Ergebnissen der Architektenarbeit leben.

Wer in der Nähe der Berliner O2 World-Arena wohnt, ist nicht zu beneiden. Das Gebäude ist so dominant wie nutzlos; niemand braucht es, außer der Firma O2, die sich einen Tempel errichtet hat zum Zeichen der eigenen Hybris. Auch Großveranstalter freuen sich; die Arena bietet bis zu 17000 Besuchern Platz, die man einen Konzert- oder Sportver...

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