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09.09.2008 / Inland / Seite 2

»Hessens SPD hat keine andere Chance«

Die Linke setzt weiter auf Koch-Ablösung. Sie stellt aber Bedingungen für die Bundesratsarbeit. Gespräch mit Oskar Lafontaine

Peter Wolter
Oskar Lafontaine ist Vorsitzender der Partei Die Linke und zugleich Chef ihrer Bundestagsfraktion

Mit dem Rechtsputsch in der SPD dürften die Weichen gestellt sein: Sie wird ihren Agenda-Kurs vorläufig nicht ändern. Freuen Sie sich darüber?

Bekommt Ihre Partei damit das Monopol der Kritik an Hartz IV und Sozialabbau?
Wir wollen die Lebensbedingungen der Menschen verbessern. Deswegen freuen wir uns darüber überhaupt nicht. Wenn die SPD nämlich an ihrem Kurs festhält, sind weitere soziale Kürzungen zu befürchten. Für uns stellt sich jetzt die Aufgabe, die Vertretung von Arbeitnehmern, Rentnern und sozial Bedürftigen in den Parlamenten praktisch allein zu übernehmen. Wir brauchen dabei aber die Unterstützung der Gewerkschaften und sozialen Bewegungen.

Sind das nicht gute Voraussetzungen für Ihre Partei, noch mehr Mitglieder und Einfluß zu gewinnen?

Wir werden nicht automatisch stark, wir dürfen unsere Wählerinnen und Wähler nicht enttäuschen. Eine Bewährungs...

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