03.09.2008 / Thema / Seite 10

Neue Kriegswolken

Im Süden der Philippinen erleidet der Friedensprozeß einen schweren Rückschlag. Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF) eskalieren

Rainer Werning, Zamboanga City
Läge Mindanao im Kaukasus, hätten die Menschen auf dieser größten südphilippinischen Insel in den letzten Wochen das Privileg genossen, daß ihr Leid wenigstens teilweise Aufmerksamkeit in den internationalen Medien gefunden hätte. Statt dessen blieben die Scheinwerfer auf Georgien und die Olympischen Spiele gerichtet. Dabei hätte Dienstag, der 5. August, ein großartiger Tag in Richtung Frieden sein können, von dem die Bevölkerung in einer der ältesten Konfliktregionen Südostasiens seit langem träumt. Doch es kam buchstäblich knüppeldicke.

Düpierte Diplomaten


Bereits am 27. Juli war unter der Schirmherrschaft Malaysias von Vertretern der philippinischen Regierung und der Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF), der gegenwärtig bedeutendsten und größten Organisation des muslimischen Widerstands, das sogenannte MoA-AD (Memorandum of Agreement on Ancestral Domain, Memorandum zur Vereinbarung über eine Heimstätte, siehe Kasten) ausgehandelt worden. An jenem ...


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