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08.08.2008 / Feminismus / Seite 15

»Es kann ja nie etwas verloren sein...«

Im Aufbau-Verlag sind die Briefe von Anna Seghers aus dem Exil und der Nachkriegszeit erschienen

Cristina Fischer
Seit 1933 hatte die Schriftstellerin Anna Seghers (1900–1983) mit ihrer Familie in Paris gelebt. Mit Hilfe von Freunden hatte sie sich in das unbesetzte Südfrankreich retten können, hatte für sich und ihre beiden Kinder Visa erhalten. Ihr Mann, der marxistische Geisteswissenschaftler Laszlo Radvanyi alias Johann Lorenz Schmidt, befand sich noch im Internierungslager Le Vernet. Ohne ihn wollte sie Europa nicht verlassen. Dafür setzte sie Himmel und Hölle und vor allem den Schriftsteller F. C. Weiskopf, der bereits nach New York emigriert war, in Bewegung.

1941 gelangte die Familie schließlich auf einem Frachter von Marseille nach Mexiko, wo sie ohne jede Habe ankam. Anna Seghers verfügte nicht einmal mehr über ihre Bücher, Artikel und Manuskripte. Trotz der zermürbenden Umstände schrieb sie in all diesen Jahren mit immensem, geradezu unglaublichem Fleiß. Es entstanden Werke, die als ihre besten gelten: »Das siebte Kreuz«, »Die schönsten Sagen von Räuber Woy...

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