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08.08.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Handel und Wandel

Wie sich das China-Bild in den bundesdeutschen Medien verändert hat

Aert van Riel
Spiegel-Leser wissen angeblich mehr. »Die Herren der Ringe: Wie Chinas Regime sein Volk unterdrückt und Olympia verrät«, »Olympia in Ketten«, »Die nächste Revolution: Chinas Angst vor der Freiheit« – mit solchen Schlagzeilen stimmte der Spiegel seine Leser auf die Olympischen Spiele in Peking ein. Offiziell wird bei dem Hamburger Magazin Qualitätsjournalismus großgeschrieben. Das dort produzierte China-Bild unterscheidet sich in nichts von dem der anderen bundesdeutschen Medien. Die Politik der Volksrepublik China wird als synonym für Menschenrechtsverletzungen, Einschränkungen der Meinungsund Pressefreiheit und Unterdrückung der Minderheiten gesehen. Außerdem soll China schuld sein an teuren Lebensmitteln, dem Klimawandel und der Umweltverschmutzung. »Die Politisierung der Spiele«, vor der KP-Generalsekretär Hu Jintao gewarnt hatte, wurde hierzulande medial sorgfältig vorbereitet. Vor einem Jahr machte der nicht nur in der Esoterikszene als Held gefeie...

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