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26.07.2008 / Feuilleton / Seite 12

Saturierte Verwahrlosung

Viel wird über die Schweizer Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach getratscht. Ein Jubiläum sollte nun dazu führen, daß sie gelesen wird

Barbara Bongartz
Im Trichter des Trivialen haben wir uns längst an Publikationen zu Jubiläen gewöhnt. 100 Jahre U-Bahn. 20 Jahre Mauerfall. 70 Jahre Romy Schneider. Was die schöne Literatur angeht, irritiert es noch, daß die Gesetze des Einfallslosen die Dramaturgie bestimmen, also ein Werk geschluckt wird von einem Geburtstag.

Annemarie Schwarzenbach allerdings ist ein Sonderfall. Am 23. Mai wäre sie 100 Jahre alt geworden. Bis vor einigen Wochen war sie einem größeren Publikum unbekannt. Auch in Literaturkreisen wurde weit mehr über sie gesprochen als von ihr gelesen. Was gesprochen wurde, basierte nicht selten auf Gerüchten, die immer noch kursieren, zum Beispiel über ihren Tod. Viel kam zusammen, damit es so kam.

Den Anfang machte ihre vom Kamerafieber gepackte Mutter. Aus heutiger Sicht mutet Renée Schwarzenbach-Wille so schillernd an wie ihre Tochter. Jede Bewegung, jede Pose, jedes Geschehen innerhalb der Familie, auf dem Reitplatz, während Gesellschaften hielt die ...



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