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10.07.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Nach uns die Sintflut

Hinter der Klimaschützerfassade forcieren deutsche Konzerne den Ausbau umweltzerstörender Technologien – und schieben den Verbrauchern die Schuld in die Schuhe

Winfried Wolf
Die Konsumforschungsgesellschaft GfK veröffentlichte vor wenigen Tagen eine aktuelle Umfrage, wonach es angesichts von Inflationsgefahr und Konjunkturwarnungen zwar massive Veränderungen im Verhalten der Verbraucher geben würde. Allerdings reagierten zwei Drittel von diesen vor allem damit, daß sie »verstärkt« den Kauf von »Sonderangeboten« oder den »Einkauf beim Discounter« wählten. Das Thema Energiesparen sei für die große Mehrheit der Bevölkerung nicht aktuell. Nur vier Prozent wählten diese Möglichkeit, um die Krisenerscheinungen teilweise zu neutralisieren.

Die Umfrage wurde von den Medien prompt zur Publikumsschelte genutzt. »Ausgerechnet dort, wo es am teuersten geworden ist, sparen die Verbraucher offenbar nur wenig: Nur knapp fünf Prozent der Bürger geben an, den Pkw mal öfter stehen zu lassen; gut zwölf Prozent nutzen häufiger Bus und Bahn«, so ein Resümee der Süddeutschen Zeitung.

Jeder Gutmensch, Biobauer und Ökoaktivist mag dies bedauern. Doch ...



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