07.07.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Minimaloffensive

Pakistans Armee eröffnet Nebenkriegsschauplatz in Stammesgebieten. Regierung meldet kampflose »Siege«. Zeitungen sprechen von Schwindel

Knut Mellenthin
Mit großem propagandistischen Aufwand hat die pakistanische Armee am 27. Juni eine Offensive gegen angebliche Taliban-Anhänger begonnen. Bis Freitag vergangener Woche wurden dabei insgesamt 220 Menschen festgenommen, viele wegen Verletzung der ganztägigen Ausgangssperre, die über das Operationsgebiet verhängt worden ist. Zu Kämpfen ist es bisher nicht gekommen, es gab folglich auch beiderseits keine Verluste. Die bewaffneten Anhänger der Laschkar-i-Islam, der die Offensive anscheinend in erster Linie gilt, wurden rechtzeitig informiert und haben sich in das abgelegene Tirah-Tal zurückgezogen. Dort empfing ihr Chef, Mangal Bagh, Journalisten und erklärte ihnen, er habe seine Anhänger angewiesen, sich nicht auf Kämpfe einzulassen: »Wir werden die Truppen nicht angreifen, selbst wenn sie unsere Häuser zerstören. Wir haben mit illegalen Aktivitäten nichts zu tun. Unsere Organisation arbeitet für die Reform der Gesellschaft und die Beseitigung sozialer Übel.« ...

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