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24.06.2008 / Thema / Seite 10

Hilft dreifach

Drei Dollar Profit sackt die US-Pharmaindustrie für jeden investierten Dollar »Laienwerbung« ein. Grund genug, auch in der EU das direkte Anpreisen verschreibungspflichtiger Medikamente unter Patienten einzuführen

Ulrike Henning
Was spricht gegen Werbung für Medikamente? Warum sollten Patienten nicht besser informiert werden? Schließt das eine wirklich das andere aus? Fragen wie diese ranken sich um das noch bestehende Verbot der Direktwerbung für rezeptpflichtige Medikamente in der EU. Noch darf nur bei Ärzten und anderen Fachleuten geworben werden, nicht direkt bei den potentiellen Patienten. Das hat schwerwiegende Gründe: Die Verschreibungspflicht schützt vor Risiken, die ohne medizinischen Sachverstand nicht einzuschätzen sind. Pharmaindustrie und angeschlossene Verbände klagen schon länger über eine »totale Informationssperre«. Angriffsziel ist das in der EU bestehende Verbot der sogenannten Laienwerbung, das möglicherweise noch dieses Jahr aufgehoben wird. Eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2004 erlaubt europäischen Arzneimittelherstellern derzeit nur, Informationen über frei verkäufliche Produkte öffentlich zu verbreiten. Die Vorlage einer neuen Richtlinie ist für Oktober 200...

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