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27.05.2008 / Ausland / Seite 6

Armee gegen Opposition

Regierungsanhänger und Militär attackieren EZLN-Gemeinden in Südmexiko. Widerstand gegen neoliberale Projekte soll geschwächt werden

Luz Kerkeling, San Cristóbal de las Casas
Im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas ist es zu neuen Angriffen auf Unterstützer der Zapatistischen Armee zur Nationalen Befreiung (EZLN) gekommen. Am vergangenen Donnerstag wurden in der Gemeinde Morelia rund zwei Dutzend Angehörige der linksgerichteten indigenen Bewegung zum Teil schwer verletzt, als bewaffnete Regierungsanhänger sie attackierten. Das berichtete der zapatistischen Verwaltungsrat. Als die Zapatisten sich wehrten, kam es zu einer Konfrontation zwischen mehreren hundert Personen. Die Innenbehörde des südlichen Bundesstaates berichtete später von zehn Verletzten auf seiten der Angreifer.

Hintergrund der Auseinandersetzung sind Landstreitigkeiten in der Gemeinde, in der sowohl Zapatisten als auch Regierungsanhänger leben. In Morelia befindet sich einer der fünf Verwaltungssitze der linken Bewegung, daher ist die Gemeinde von hoher logistischer und symbolischer Bedeutung. Die Regierungsanhänger forderten im April die Rückgabe des Landes, auf...

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