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09.05.2008 / Feuilleton / Seite 8

»Ohne Wissen um Geschichte kann es keine Zukunft geben«

»Zug der Erinnerung« an die Deportation jüdischer Kinder und Jugendlicher macht in Auschwitz Station. Ein Gespräch mit Sabine Funder

Peter Rau
Der »Zug der Erinnerung« zählte bisher bundesweit rund 225 000 Besucher auf 62 Bahnhöfen. Sabine Funder gehört zu den laut Nachrichtenagentur AFP »hundert Jugendlichen aus ganz Deutschland«, die seit den »Zug der Erinnerung« auf seiner Fahrt ins polnische Oswiecim begleiten. Die 25jährige angehende Lehrerin (Geschichte/Englisch) studiert an der Universität Potsdam

Wie den Nachrichtenagenturen zu entnehmen ist, hat der »Zug der Erinnerung« sein Ziel in Auschwitz erreicht. Wie verlief die Fahrt bis dahin, und wie war der Empfang im Nachbarland?

Wir sind am Mittwoch abend, aus Wroc­law kommend, in Auschwitz bzw. Oswiecim angekommen und von der stellvertretenden Direktorin der Gedenkstätte, Kristyna Oleksy, auf dem Bahnhof begrüßt worden. Erste Begegnungen mit polnischen Bürgern hatten wir schon vor dem Start am Dienstag in Görlitz im benachbarten Zgorzelec. So bei einer kleinen Gedenkveranstaltung am Mahnmal für die Opfer des Faschismus mit dem stell...

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