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15.04.2008 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Billig war gestern

Belegschaft der zu Renault gehörenden Dacia-Werke in Rumänien erkämpft nach dreiwöchigem Streik höhere Löhne

Tomasz Konicz
Einer der größten Arbeitskämpfe der jüngsten rumänischen Geschichte ging am Freitag zu Ende. Seit dem 24. März hatte sich ein Großteil der 13000 Autobauer der rumänischen Dacia-Werke im Ausstand befunden. Die Belegschaft, deren Werk 1999 von dem französischen Konzern Renault übernommen worden war, forderte spürbare Gehaltserhöhungen, die Einführung eines Weihnachtsgeldes sowie eine Gewinnbeteiligung.

Das im südrumänischen Pitesti gelegene Dacia-Werk produziert dank der landesüblichen Elendslöhne einen der wichtigsten Verkaufsschlager des französischen Autokonzerns, den unschlagbar günstigen Dacia Logan. Der fünftürige, geräumige PKW kann in Rumänien für umgerechnet 5000 Euro erworben werden, in Westeuropa werden diese Billigautos ab 7200 Euro feilgeboten. Der Logan findet inzwischen reißenden Absatz. So stieg die Produktion in dem Dacia-Werk von 121000 Einheiten in 2006 auf 230000 Fahrzeuge im vergangenen Jahr, wobei für 2008 nochmals mit einer Produktions...

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