11.04.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Alarmrufe vom IWF

Internationaler Währungsfonds warnt vor Weltfinanzkrise. Nobelpreisträger Stiglitz sieht Zinssenkungen als untaugliches Mittel, die Lage zu stabilisieren

Rainer Rupp
Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) werden sich die Verluste infolge der von den USA ausgegangenen Hypotheken- und Finanzkrise auf knapp eine Billion (945 Milliarden US-Dollar, zur Zeit 603 Milliarden Euro) belaufen. Vorsichtig geworden fügte der IWF in seinem Bericht für die turnusmäßige Frühjahrstagung hinzu, daß es sich dabei nur um vorläufige Schätzungen handelt. Es gebe durchaus »Hinweise auf mögliche zusätzliche Belastungen des Bankenkapitals und weitere Abschreibungen«.

Im Bericht tadelte der Fonds das »kollektive Versagen« einer ganzen Reihe von Finanzinstitutionen wie Banken, Ratingagenturen, Anleiheversicherer und Hedgefonds, die es unterlassen hätten, das Ausmaß der Risiken richtig zu bewerten. »Die gegenwärtigen Turbulenzen sind mehr als nur ein Liquiditätsproblem. Sie legen tiefliegende Schwächen in den Bilanzen offen und enthüllen eine dünne Kapitaldecke«. Dadurch sei das Risiko »einer ernsthaften Finanzierungs- und Vertrauenskrise« ent...

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