10.04.2008 / Feuilleton / Seite 13

Es geht zu leben

Die Guten, die Bösen und die Häßlichen – Franz Dobler liest aus seinem neuen Roman »Aufräumen«

Ambros Waibel
Nie darfst du ein Honorar fordern oder annehmen, wenn du das Gefühl hast, es nicht verdient zu haben. Tust du dies, so fällt deine Integrität zusammen, und in dein Ego kommen Würmer.« Solche Sätze – hier von Privatdetektiv Nero Wolfe, eine klassische Figur des Autors Rex Stout – bekommt man in den Antiqua­riaten schon für fünfzig Cent. Wenn man Glück hat, gibt es noch einen verächtlichen Blick des Herrn Inhaber dazu. Das ultraentspannte Cover von Franz Doblers neuem Roman »Aufräumen«, sein zweiter nach »Tollwut« (1991), deutet schon an, worum es hier geht: um Wurmfreiheit.

Der Mann, der da sitzt, im Anzug, die Zigarette zwischen den Fingern, den Kaffee daneben (den Cognac sieht man nicht und nicht das Notizbuch, das Bier steht noch unterm Zapfhahn), und der die Passanten gelassen-aufmerksam vorüberziehen läßt, hat schon manches gesehen. Nicht alles seit 1991 war es wert, aufgeschrieben zu werden. Und vieles, was es wert gewesen wäre, war in der Form, in de...

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