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10.04.2008 / 73 / Seite 15

Kyoto liegt in Japan

Das Kyoto-Protokoll liegt Japan deshalb nicht am Herzen: Eine Weltklimakonferenz endete mit dem Beschluß, mehr Sitzungen abzuhalten

Ralf Ledebur
Laut Programm war lange Schluß, als in der Nacht zum Samstag in Bangkok noch hitzig diskutiert wurde. Die mehrstündige Verspätung, mit der die Weltklimakonferenz nach fünf Tagen in der thailändischen Hauptstadt endete, ging auf einen Vorstoß der japanischen Delegation zurück. Diese hatte den anwesenden Vertretern von mehr als 160 Ländern globale Industriestandards angetragen. Betroffen wären davon in erster Linie die sogenannten Entwicklungsländer. Würden allgemeinverbindliche Obergrenzen für Schadstoffemissionen festgelegt, wären an den zum Teil vorsintflutlich anmutenden Industriestandorten dieser Länder kostspielige Investitionen fällig. Das ginge zu Lasten der Armutsbekämpfung, könnte also im Zweifel zu Hungertoten führen.

Zynisch kann man die Initiative nennen, weil auf der Konferenz in erster Linie über ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll beraten werden sollte. Dieses Zusatzabkommen zur Klimarahmenkonvention der Vereinten N...

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