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25.03.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Friedensverrat

Dokumentiert. Aus der Rede von Jürgen Rose, Oberstleutnant der Bundeswehr, auf dem Ostermarsch des Friedensnetzwerks Kreis Pinneberg am 22. März

Sicherlich wird manch einer unter Ihnen sich fragen, was ein Soldat zu einem Ostermarsch für den Frieden beizutragen hat, handelt es sich nach gängiger Vorstellung doch bei Soldaten um bloße Handwerker des Krieges. Und weiter: Darf denn einer, der üblicherweise als Staatsbürger in Uniform herumläuft, überhaupt so einfach in der Öffentlichkeit reden? Ja, das darf er, wenn er es als Staatsbürger ohne Uniform tut und deutlich macht, daß er nichts weiter als seine eigene, ganz private Auffassung vertritt – was ich hiermit tue.

Und außerdem: Wenn die Bundeswehr beansprucht, ein Spiegelbild der Gesellschaft zu sein, dann ist es doch ganz selbstverständlich, daß auch Bundeswehrsoldaten als Teil dieser Gesellschaft sich um den Frieden sorgen, wenn unser Land seit nunmehr zehn Jahren mit einer schändlichen Politik des Völkerrechts- und Verfassungsbruchs immer tiefer in einen Krieg um den anderen getrieben wird. Und selbstverständlich sorgen sich auch die »Staatsbü...

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