26.02.2008 / Thema / Seite 10

Ringen um Vorherrschaft

Pakistan: Nach der Wahl wird die Einmischung für die US-Regierung komplizierter

Knut Mellenthin
Nach den Wahlen vom 18. Februar haben die beiden Hauptparteien der bisherigen pakistanischen Opposition, die Volkspartei (PPP) der am 27. Dezember 2007 ermordeten früheren Ministerpräsidentin Benazir Bhutto und die Moslemliga-Nawaz (PML-N) von Nawaz Sharif, die Bildung einer Koalitionsregierung angekündigt. Sharif war Ministerpräsident in den Jahren 1990 bis 1993 und 1997 bis 1999, Bhutto in den Jahren 1988 bis 1990 und 1993 bis 1996. Zusammen erreichten PPP und PML-N jetzt die absolute Mehrheit im Parlament mit vorläufig 87 und 66 Sitzen. (Stand der Auszählung am 21. Februar) Die bisher im Bündnis mit kleineren Parteien regierende PML-Q von Präsident Pervez Musharraf, der sich im Oktober 1999 als Generalstabschef der Armee an die Macht geputscht hatte, landete mit 40 Sitzen (vorher 77) nur noch auf dem dritten Platz.

Die Tage der autoritären Herrschaft von Mu­sharraf dürften mit diesem Wahlergebnis gezählt sein. PPP und PML-N haben angekündigt, die vom Ge...

Artikel-Länge: 17992 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe