12.12.2016 / Ausland / Seite 7

Westen weiter auf Kriegskurs

Treffen der »Freunde Syriens« in Paris nicht zur politischen Lösung bereit. USA wollen 200 Soldaten schicken

Karin Leukefeld

Vertreter von zehn Staaten, die sich als »Freunde Syriens« bezeichnen, haben nach einem Treffen am vergangenen Freitag in Paris schwere Anschuldigungen gegen die Regierung in Damaskus und ihre Unterstützer Russland, Iran und die libanesische Hisbollah erhoben. Gleichzeitig boten sie an, dass der »Hohe Verhandlungsrat« (HNC), ein von ihnen unterstützter Kreis syrischer Oppositioneller, erneut zu »Gesprächen ohne Vorbedingungen« bereit sei. Diese Gruppe hatte die Verhandlungen in Genf im April abgebrochen. Die »Freunde Syriens« unterstützen seit 2011 oppositionelle Gruppen, die die syrische Führung um Präsident Baschar Al-Assad stürzen wollen.

Zu den Teilnehmern des Treffens zählten die Außenminister der USA und der vier europäischen Großmächte Großbritannien, Deutschland, Italien und Frankreich. Der Zusammenschluss bespricht – ohne rechtliche Grundlagen – Grundsatzentscheidungen innerhalb der NATO und der Europäischen Union vor. Ebenfalls angereist waren di...

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