12.11.2016 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Auf den Spuren der Interbrigaden

Tragische Helden, zeitloser Idealismus. Eine Reise nach Spanien, 80 Jahre nach Beginn des Kriegs, dem Vorspiel zur Katastrophe

Victor Grossman

Es war an einem geschäftigen Tag vor 80 Jahren in Albacete, einem Zentrum der spanischen Region La Mancha, als ein paar Offiziere Quartiere für fünfhundert Männer herrichten ließen, die am folgenden Tag ankommen sollten. Dann für fünfhundert weitere, und es wurden noch mehr. Bald waren es drei- oder viertausend, die trotz eines verrückten Sprachengemischs irgendwie in Einheiten aufgeteilt wurden und eine bunte Auswahl an Uniformen und veralteten Waffen erhielten. Mit denen lehrte man sie zu schießen und sonst nichts weiter. Das alles, um sie nach ein paar Wochen in einen blutigen Entscheidungskampf zu schicken. In die Schlacht um Madrid, die Hauptstadt. Diese sollten sie vor den gut bewaffneten und ausgebildeten, mörderisch marodierenden Angreifern retten. Es gelang ihnen. Sehr viele jedoch – Polen, Deutsche, Franzosen, Italiener und andere – ließen dabei an der Seite ihrer neuen Genossen aus Spanien ihr Leben.

Mehr als vier Jahrhunderte vorher, im April ...

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