29.03.2016 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Es hängt an einzelnen

Studie: Erfolgreiche Betriebsratswahlen abhängig von einiger Belegschaft und entschlossenen Initiatoren

Daniel Behruzi

Die Wahl von Betriebsräten ist in Deutschland alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Vielmehr nimmt die Zahl der Belegschaften ohne betriebliche Interessenvertretung seit vielen Jahren kontinuierlich zu: Wurden 1996 noch 51 Prozent der Beschäftigten im Westen und 43 Prozent im Osten von einem Betriebsrat vertreten, sind es nunmehr lediglich 43 bzw. 33 Prozent. Vor diesem Hintergrund kommt die von Ingrid Artus, Clemens Kraetsch und Silke Röbenack vorgelegte Studie über die Gründung von Betriebsräten zur rechten Zeit. Die Wissenschaftler der Uni Erlangen gehen der Frage nach, wann Beschäftigte die Initiative zur Wahl eines Betriebsrats ergreifen – und unter welchen Umständen sie erfolgreich sind.

Ein zentrales Ergebnis des von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Forschungsprojekts ist, dass Betriebsratsgründungen äußerst voraussetzungsvoll sind. Vor allem bedarf es hierfür »einer einigermaßen kohärenten Sicht der Beschäftigten auf die ›betriebliche ...

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