26.03.2016 / Feuilleton / Seite 10

Inseln des Widerstands

Joachim Fiebach hat eine überaus lesenswerte Kulturgeschichte des Theaters ­geschrieben

Christoph Woldt

Theater erschüttert, festigt, wertet. Selten ändert es die Welt. Aber als kulturelle Praxis kommentiert und kritisiert es die Macht. Dieser Sichtweise fühlt sich der international anerkannte Theaterforscher Joachim Fiebach seit Jahrzehnten verpflichtet. Mit seinen Arbeiten über »Theater in Afrika« (1986), Heiner Müller (»Inseln der Unordnung« 1990) und zu Künstlertheorien (»Von Craig bis Brecht« 1991) hat der mittlerweile 81jährige Universitätsgelehrte ebenso aufhorchen lassen wie durch die Auseinandersetzung mit den Arbeiten seines früheren Studenten Frank Castorf.

Im Zeitalter der Permanenz elektronischer Bildermaschinen scheint die Bedeutung des Theaters zu verschwinden. Mit seinem 500 Seiten starken Buch »Welt. Theater. Geschichte. Eine Kulturgeschichte des Theatralen« stemmt sich der Theaterwissenschaftler Joachim Fiebach dagegen. Er setzt damit eine Arbeit fort, die er 2007 mit »Inszenierte Wirklichkeit. Kapitel einer Kulturgeschichte des Theatralen«...

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