24.03.2016 / Sport / Seite 16

Tanzen nach zwei Uhr, und dann noch Sex? Max Kruse

Uschi Diesl

Max Kruse hat jetzt Anwälte. Die aktuelle mittelschwere Aufregung um den Stürmer der VW-Werkself begann bei seiner Geburtstagsfeier am Wochenende. Kruse wurde von einer Bild-Reporterin heimgesucht. Deren Spezialität sind Selfies (»Glitzerkleidchen übergestreift, das dünne Beinchen ausgestellt, Mund zur Schnute gezogen, knipst sie ihr Spiegelbild und flutet damit das Netz«, war am Dienstag dem Politikteil dieser Zeitung zu entnehmen), nun knipste sie den Fußballer beim Tanzen nach zwei Uhr. Er soll nüchtern gewesen sein, aber Bild titelte am nächsten Tag: »Der wilde Kruse«.

Bundestrainer Joachim Löw nahm die Springer-Lektüre als Direktive, und warf den Stürmer noch am Montag aus der Nationalmannschaft. »Max hat sich zum wiederholten Male unprofessionell verhalten«, lautete die oberlehrerhafte Begründung. Löw sagt so etwas, ohne mit der gepflegten Wimper zu zucken. Was kann er mit »zum wiederholten Male« gemeint haben? Kruse steht seit Wochen in einem Shits...

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