24.03.2016 / Ausland / Seite 7

Erfolgreiche Hetze

USA: Donald Trump fordert Folterung von Terrorismusverdächtigen und gewinnt damit Vorwahl in Arizona

Stephan Kimmerle, Seattle

Die Terroranschläge am Dienstag in Brüssel haben den Republikanern in den US-Bundesstaaten Utah und Arizona dazu gedient, ihre Anhänger für die Vorwahlen zu mobilisieren. Der momentan im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikanischen Partei in Führung liegende Donald Trump erklärte, der am vergangenen Freitag von der belgischen Polizei verhaftete Salah Abdeslam hätte »unter Folter viel schneller« ausgesagt. So hätte man die Anschläge vielleicht verhindern können, sprach sich der Multimillionär erneut für Terror gegen den Terror aus. An Waterboarding, dem simulierten Ertrinken, sei nichts »nett«, aber es sei »die zur Verfügung stehende minimale Form der Folter«, so Trump. Bei seinen Anhängern konnte er mit dieser Rhetorik punkten. In Arizona stimmten 46 Prozent der Republikaner für ihn, womit er alle Delegiertenstimmen dieses Bundesstaats für den Nominierungsparteitag gewinnen konnte. Sein größter Kontrahent Rafael Edward »Ted« Cruz, der sic...

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