24.03.2016 / Inland / Seite 4

Propaganda auf vielen Kanälen

Computerspiele, Comics, Filme: Bundeswehr lässt sich ihre Außenwirkung etwas kosten. Kritische Debatte unerwünscht

Andreas Schmiemann

Die Bundeswehr muss sich seit der Aussetzung der Wehrpflicht ihre Rekruten selbst suchen. Ihre Wirkung in der Öffentlichkeit ist daher fundamental für das Bestehen der Truppe. Eine von der US-Regierung schon seit mehr als 50 Jahren angewandte Strategie, um die Öffentlichkeit positiv auf die Armee einzustimmen, ist das sogenannte Militainment. Der Begriff Militainment ist eine Zusammensetzung aus den Wörtern Military (Militär) und Entertainment (Unterhaltung). Es gibt verschiedene Formen des Militainment: Filme, Spiele, Fernsehübertragungen und seit neuestem eine eigene Präsenz in den meisten sogenannten sozialen Medien. Auch für die Bundeswehr ist Militainment nicht neu. Bereits seit den 90er Jahren versucht sie durch Computerspiele, Jugendliche für sich zu begeistern. Die Spiele mit den einfachen Namen »Helicopter Mission« (1994) und »Luna-Mission« (2000) stellen zwar keine Gewalt zur Schau, das Soldatenhandwerk wird jedoch als unterhaltsam und spaßbring...

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