23.03.2016 / Sport / Seite 16

Vielleicht kann Tennis leben

Um den Sport steht es nicht gut. Im Turnier Indian Wells dominierten Langeweile und miese Kommentare gegen Frauen. Jetzt folgen die Konsequenzen

Johannes Supe

Tennis stirbt. Und Indian Wells hat sich einmal mehr als aufstrebender Totengräber erwiesen.« Zu dem Schluss kam gestern Kollege Peer Schmitt an dieser Stelle. Seine Argumente: Die Diskrepanz in den Preisgeldern für Männer einerseits und Frauen andererseits sei frappierend. Der Profiverband diktiere auch den Frauen die Verhältnisse, unter denen gespielt wird. Mit seinem Beharren auf langsamen Böden ruiniere er dabei den Sport. Und dann fiel der Turnierdirektor von Indian Wells auch noch mit »sexistischem Dreck« auf. Alles wahr. Aber vielleicht kann Tennis ja noch wiederbelebt werden? Ordentlich draufkloppen soll ja helfen, wenn das Herz mal aufgehört hat zu schlagen. Zumindest eine kleine Hoffnung auf Reanimation macht diese Meldung: Besagter Turnierdirektor Raymond Moore musste seinen Hut nehmen.

Nur Stunden nach seinen Ausfällen trat Moore zurück. Als »irrtümliche Komm...

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