23.03.2016 / Inland / Seite 5

Sicherheit auf Zeit

Auflagen bei Übernahme von Kaiser’s-Tengelmann durch Edeka gewähren Beschäftigten begrenzt Schutz. Alternative Kaufangebote wurden nicht geprüft

Gudrun Giese

Ende vergangener Woche genehmigte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) unter Auflagen den Verkauf von rund 450 Kaiser’s-Tengelmann-Filialen plus weiterer Unternehmensbestandteile an Edeka. Jetzt müssen allerdings Edeka und Kaiser’s-Tengelmann (KT) zunächst mit der Gewerkschaft ver.di Tarifverträge über die Weiterbeschäftigung der rund 16.000 KT-Beschäftigten zu den bisher geltenden Konditionen sowie den Fortbestand von Mitbestimmungsrechten für die nächsten Jahre aushandeln. Sollte keine vollständige Einigung möglich sein, wäre nach Gabriels Vorgaben die von KT-Chef Karl-Erivan Haub gewünschte Veräußerung an Edeka null und nichtig.

Bereits unmittelbar nach der Verkaufsankündigung durch KT am 7. Oktober 2014 gab es heftige Kritik an den Plänen, da die Edeka-Gruppe als unangefochtene Nummer eins im deutschen Lebensmitteleinzelhandel so ihre Position weiter ausbauen würde. Zwar lag der Marktanteil von KT nach Angaben von Geschäftsführer Haub zu dies...

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