22.03.2016 / Ausland / Seite 1

Dem Terror trotzen

Großdemonstrationen zum kurdischen Neujahrsfest: Hunderttausende feiern in Diyarbakir. PKK-Kommandant warnt vor Spaltung der Türkei

Nick Brauns

Mit Feuern auf den Hügeln der Kleinstadt Mahmur im Nord­irak begrüßten Guerilla­kämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der Nacht zum Montag Newroz, das Neujahrsfest. So wie dort, in unmittelbarer Nähe der Frontlinie zum von der Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« (IS) kontrollierten Gebiet, wurde gestern in allen Teilen Kurdistans das Neujahrsfest gefeiert.

Newroz bedeutet »Neuer Tag« und wird seit rund 2.600 Jahren von vielen Völkern des Nahen und Mittleren Ostens begangen. Für die Kurden hat das Fest darüber hinaus die Bedeutung einer Manifestation des Widerstandes gegen ihre Unterdrückung. Der Legende nach geht Newroz auf den Schmied Kawa zurück, der in den Bergen Feuer entzündete, um das Volk zum Aufstand gegen den Tyrannen Dehok zu rufen.

Die »Dehoks« unserer Zeit sind in den Augen der Kurden der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der IS. Bejubelt wurden dagegen auf den Festen der inhaftierte PKK-Vorsitzende Abdullah Öcalan,...

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