21.03.2016 / Inland / Seite 4

»Neuer Antiimperialismus«

Friedenspolitische Konferenz in Berlin: Linkspartei sucht nach neuen Strategien im Kampf gegen Kriege und Fluchtursachen

Claudia Wangerin

Für einen Bruch mit der Logik »der Feind meines Feindes ist mein Freund« hat sich Katja Kipping zum Auftakt der friedenspolitischen Konferenz der Partei Die Linke ausgesprochen. »Wir brauchen einen Antiimperialismus, der sich positiv auf das Völkerrecht und auf globale soziale Bewegungen bezieht«, sagte die Parteivorsitzende am Freitag abend im Berliner ND-Gebäude. Es gelte, »gegen weitere Kriegseinsätze und gegen die weitere Militarisierung der deutschen sowie europäischen Außenpolitik zu kämpfen«.

Referenten der zweitägigen Konferenz für Mitglieder und Sympathisanten waren sowohl Mandatsträger und Funktionäre der Partei als auch befreundete Aktivisten aus der Friedensbewegung und antirassistischen Initiativen, ein Seenotretter und ein Exsoldat. Größter Schwachpunkt: Die Diskussionen in insgesamt 19 Workshops, die zum Teil parallel stattfanden, wurden am Ende nicht zusammengefasst, um herauszuarbeiten, was den Teilnehmern besonders auf den Nägeln brannte....

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