19.03.2016 / Feuilleton / Seite 10

Überall und nirgends

Thomas Glavinic schickt die Protagonisten seines neuen Romans auf die Suche nach sich selbst

Werner Jung

Wien, die Weststeiermark, München, Tokio, Carlisle, die Antarktis – das sind nur einige Orte, an denen der neue Roman des Österreichers Thomas Glavinic spielt. Darin werden nebeneinander, durcheinander, nacheinander drei Geschichten erzählt: die in der aktuellen Gegenwart angesiedelte Geschichte eines Wiener Schriftstellers, der – hochgradig kokainabhängig – versucht, seine Sucht irgendwie in den Griff zu bekommen; die Geschichte um den steinreichen Jonas, der – angestachelt von seiner Freundin Marie und unterstützt von seinem japanischen Anwalt Tanaka – eine Expedition in die Antarktis plant; schließlich die Geschichte eines dreizehnjährigen Jungen, der Mitte der 80er Jahre mit der Pubertät zu kämpfen hat.

Den Auftakt des Romans, in dem man auch so etwas wie eine Programmatik des Textes erkennen mag, bildet die Schilderung der Situation nach einer – man weiß es nicht so genau – durchrammelten, durchkoksten oder durchsoffenen N...

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