14.03.2016 / Thema / Seite 12

Den Banken verpflichtet

Vorabdruck. Die »Rettung« Griechenlands in der Euro-Krise sollte nicht die Bevölkerung vor der ­weiteren Verelendung bewahren, sondern die ­großen Geldhäuser aus Frankreich und Deutschland vor erheblichen Verlusten schützen

Andreas Wehr

In diesen Tagen erscheint im Kölner PapyRossa-Verlag unter dem Titel »Der kurze griechische Frühling« ein neuer Band von Andreas Wehr. Wir veröffentlichen daraus, um einige Passagen und Fußnoten gekürzt, das dritte Kapitel »Weshalb Griechenland?« (jW)

Die Euro-Krise wird oft mit einer Krise Griechenlands gleichgesetzt. Man spricht vom »Fall Griechenland«. Es wird der Eindruck erweckt, die Euro-Krise ließe sich schon mit Geduld und Hartnäckigkeit überwinden, wäre da nur nicht das kleine, widerspenstige Land in der Südostecke der EU, das sich beharrlich weigert, endlich seine »Hausaufgaben zu machen«, wie es Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble immer wieder so anschaulich und schlicht formuliert.

Kein Sonderfall

Was ist in den letzten Jahren nicht alles über die Probleme Griechenlands gesagt und geschrieben worden. Unzählige Artikel beschäftigten sich mit der dort angeblich epidemisch verbreiteten Vettern- und Klientelwirtschaft, mit Steuerhinterzi...

Artikel-Länge: 22614 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe