14.03.2016 / Feuilleton / Seite 11

Keine Angst vor gar nichts

Mach melodiös, was dich kaputtmacht: Die Woog Riots widmen ihr neues Album der NSA und Edward Snowden

Christof Meueler

George Harrison, der zweite tote Beatle. Von dem immer weniger geredet wird als von den anderen. Er ist der Lieblingsbeatle der Mütter von Silvana Battisti und Marc Herbert, den beiden Musikern der Woog Riots aus Darmstadt. Der Band, von der auch immer noch viel zu wenig geredet wird.

»George Harrison« ist das dritte Lied ihres vierten regulären Albums, das nach einem anderen berühmten Briten benannt ist: »Alan Rusbridger«, dem früheren Chefredakteur des Guardian, der Londoner Tageszeitung, die die Enthüllungen von Edward Snowden über die All-inclusive-Überwachungspraktiken der USA und Großbritanniens gedruckt hatte. Rusbridger musste anschließend zugucken, wie der britische Geheimdienst in die Redaktion kam und Festplatten von Computern zerstörte.

Das war höchst symbolisch. Auf dem Cover der neuen Platte der Woog Riots liegt eine Festplatte wie im Wald weggeworfen herum. Eine grüne Plantine im grünen Moos. Das sieht merkwürdig aus und wirkt wie ein 90er-Ja...

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