14.03.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Gedankenspiele

Ein Staatsbankrott der Ukraine wird immer wahrscheinlicher. »Neues« Personal wird gesucht

Robert Allertz

Die Ukraine wird mit Sicherheit in den nächsten 20 bis 25 Jahren kein Mitglied der EU werden können«, sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Donnerstag vorletzter Woche in Den Haag. Gleiches gelte für einen Beitritt des osteuropäischen Landes zur NATO. So meldete es anderentags die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf ihrer ersten Seite, damit auch der letzten Schlafmütze in Kiew die Botschaft nicht entgehe. Und die lautet: Die Ukraine ist wirtschaftlich (und auch politisch) derart im Eimer, dass sie Jahrzehnte brauchen wird, um sich von den Folgen des Putsches im Februar vor zwei Jahren zu erholen. Dieser war bekanntlich damit begründet worden, dass die dann gestürzte Administration von Präsident Wiktor Janukowitsch die vom Volk gewünschte Westintegration verhindert habe. Im November 2013 war die EU noch versessen darauf, ein Assoziierungsabkommen mit Kiew abzuschließen, und weil der Präsident die Unterschrift verweigerte, gab’s den »Euro-Mai...

Artikel-Länge: 6979 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe