09.03.2016 / Ausland / Seite 7

Gefährdeter Zeuge

Honduras: Behörden verweigern mexikanischem Aktivisten die Ausreise. Angehörige von Mordopfer Berta Cáceres fürchten Vertuschung

Volker Hermsdorf

In Honduras haben die Behörden den mexikanischen Aktivisten Gustavo Castro Soto auch am gestrigen Dienstag an der Ausreise gehindert. Er ist Augenzeuge des Mordes an der indigenen Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres und wurde bei dem Attentat in der vergangenen Woche selbst verletzt. Jetzt fürchten Angehörige und Freunde auch um sein Leben. Castro Soto liegt nach Behördenauskunft derzeit in einer privaten Klinik und wird dort von Polizisten bewacht. Hunderte Organisationen in aller Welt, darunter die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), haben die Regierung des mittelamerikanischen Landes aufgefordert, »Maßnahmen zum Schutz von Gustavo Castro zu ergreifen und ihm nach seiner Aussage eine zügige Ausreise zu ermöglichen«. Er befinde sich »in akuter Lebensgefahr«, warnt die den deutschen Grünen nahestehende Heinrich-Böll-Stiftung. »Allerdings nicht aufgrund seiner Verletzungen, sondern weil er als einziger lebender Augenzeuge des Verbrech...

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