03.03.2016 / Inland / Seite 2

»AfD macht Lohndrückerei zum Programm«

»Alternative für Deutschland« wird oft als Protestpartei wahrgenommen, ihre Positionen zu vielen Themen sind bizarr. Gespräch mit Jörg Haas

Gitta Düperthal

Am 13. März entscheiden die Bürger in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt über neue Landtage. Nach Wahlumfragen wird die »Alternative für Deutschland«, AfD, dort überall einziehen. Auch bei Kommunalwahlen in Hessen nächsten Sonntag könnten die Rechtspopulisten, die irrtümlich im Ruf stehen, eine »Partei des kleinen Mannes« zu sein, Einfluss gewinnen. Welche Positionen vertreten sie tatsächlich?

Die AfD vertritt zahlreiche Positionen, die keineswegs im Interesse der »kleinen Leute« sind; zum Beispiel die Abschaffung des Mindestlohns. Damit macht sie Lohndrückerei und Armut trotz Vollzeitarbeit zum Programm. Das von der AfD vertretene Modell des Steuer- und Finanzrechtlers Paul Kirchhof sieht vor, die heutige progressive Besteuerung von Einkommen zugunsten einer Einheitssteuer für alle Einkommen von 25 Prozent abzuschaffen. Statt eines Spitzensteuersatzes von 45 Prozent würde bei einem Multimillionär dann derselbe Steuersatz angesetzt werde...

Artikel-Länge: 4173 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe