27.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Gelbe Karte für Thailand

Ausbeutung in Fischerei: Internationale Koalition fordert von EU Aufrechterhaltung des Drucks auf das südostasiatische Land. Bisher nur halbherzige Reformen

Thomas Berger

Internationale Menschenrechtsorganisationen, Umweltgruppen, Gewerkschaften und andere Initiativen fordern von der Europäischen Kommission eine Aufrechterhaltung des Drucks auf Thailand hinsichtlich notwendiger Reformen in der Fischereiindustrie. Am Freitag hat sich das Bündnis, zu dem unter anderem Greenpeace, Human Rights Watch (HRW), das Migrant Workers Rights Network und Fairfood International gehören, in einem offenen Brief an Karmenu Vella, den EU-Kommissar für Fischerei und maritime Angelegenheiten, gewandt. Die insgesamt 27 Organisationen machen darauf aufmerksam, dass die zuletzt von der thailändischen Regierung eingeführten Änderungen in der Branche nicht ausreichend seien. Die EU, in die Thailand einen Großteil seiner Fischprodukte ausführt, müsse deshalb die Androhung eines Importverbots aufrechterhalten.

Thailands Fischereibranche ist berüchtigt für extrem ausbeuterische Verhältnisse. Auf Schiffen werden Arbeiter teilweise unter sklavereiähnlic...

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