27.02.2016 / Inland / Seite 4

Kaum Gewissheiten

Im NSU-Ausschuss des Bundestags gilt nicht als sicher, dass Zschäpe das Feuer in Zwickau legte. Unklar ist auch, woher die Polizei ihre Handynummer hatte

Claudia Wangerin

Die im Dezember verlesene Erklärung der mutmaßlichen Neonaziterroristin Beate Zschäpe vor dem Oberlandesgericht München halten sowohl Geschädigte als auch die verschiedensten Medien und Politiker für unglaubwürdig. Die einzige handfeste Straftat, die Zschäpe darin gestanden hat, war die Brandstiftung in der Zwickauer Wohnung, in der sie selbst mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gelebt hatte. Der Bundestagsabgeordnete und gelernte Polizist Armin Schuster (CDU) glaubt allerdings nicht einmal diese vermeintliche Selbstverständlichkeit. Im zweiten NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags fragte er am Donnerstag den früheren Leiter der Zwickauer Kriminalpolizei: »Ist Ihnen bekannt, dass es eine Menge Kleinigkeiten gab, die darauf schließen lassen, dass sie gar nicht spontan die Wohnung angezündet hat, wenn sie es denn überhaupt selbst war?« Das nämlich sei für ihn eine offene Frage, hatte Schuster zuvor klargestellt.

Überliefert war, dass Zschäpe am 4. November...

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