27.02.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

»Regierung im Wartestand«

Im September wird in Berlin gewählt. Landesvorstand und Fraktion von Die Linke haben da vor allem ein Ziel: Wieder Teil des Senats werden. Gespräch mit Jochem Visser

Johannes Supe

Herr Visser, Sie und zehn Ihrer Genossen haben sich mit einem offenen Brief an Die Linke in Berlin gewandt. In dem rufen Sie dazu auf, beim anstehenden Wahlkampf nicht auf eine erneute Koalition mit der SPD zu schielen. Was ist der Anlass für das Schreiben?

In der Partei wird bereits wieder über eine Regierungsbeteiligung gesprochen. Als wir das letzte Mal im Berliner Senat waren, haben viele Bürger und auch linke Initiativen das Vertrauen in uns verloren. In den vergangenen Opposi­tionsjahren wurde das von Genossen an der Basis langsam wiederhergestellt. Da wurde viel Organisationsarbeit geleistet, vor Ort, auf der Straße. Doch dieses neue Vertrauen soll eingetauscht werden gegen einen Platz in Berlins Regierung.

Unser Brief soll ein Anstoß sein. Wir möchten mit den Mitgliedern darüber diskutieren, was Die Linke eigentlich will und kann. Soll sie wieder Mehrheitsbeschaffer für die SPD sein? Obwohl die sich kaum geändert hat? Denen, die nicht in der Partei...

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