27.02.2016 / Ausland / Seite 2

»Demokratische Rechte werden für nichtig erklärt«

Türkei verweigert Opfern des IS-Anschlags auf Föderation Sozialistischer Jugendvereine im Juli in Suruc finanzielle Hilfe. Gespräch mit Idil Özbek

Claudia Wrobel

Am 20. Juli vergangenen Jahres detonierte auf dem Gelände des Amara-Jugendzentrums in Suruc eine Bombe inmitten einer Gruppe von mehreren hundert Jugendlichen der Föderation Sozialistischer Jugendvereine, 33 starben, viele wurden verletzt. Wie geht es den Opfern und Angehörigen heute?

Der Anschlag wird von offizieller Seite nicht als Terrorangriff eingestuft. Es wird geleugnet, dass der Angriff eine Tat des IS war. Die Rechtsanwälte bekommen keine Informationen. Und auch die Kosten für die medizinischen Behandlungen werden nicht getragen. Ein Gesetz sieht die Übernahme nur bei Terroropfern vor. Einige der schwerverletzten Genossen benötigen eine komplizierte und langwierige medizinische Betreuung, viele auch psychologische. Von offizieller Seite gibt es keine Hilfe. Die Verletzten von Suruc werden ausschließlich von den Familien und Genossen unterstützt. Aber es ist schwer, die notwendigen Behandlungen zu finanzieren. Die junge Genossin Günes Erzurumluoglu...

Artikel-Länge: 4316 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe