26.02.2016 / Ausland / Seite 6

Trump schlägt zu

USA: Republikaner-Establishment verzweifelt, Clinton und Sanders ­kämpfen um Gewerkschaften

Stephan Kimmerle, Seattle

Donald Trump, wie er leibt und lebt: »Ich würde ihm gern ins Gesicht schlagen«, kommentierte der Republikaner-Rechtsaußen das Herausführen eines Demonstranten aus seiner Wahlkampfveranstaltung am Montag. »In den alten Tagen«, so der Milliardär am Vorabend der Kandidatenkür seiner Partei in Nevada, wäre der Mann »auf einer Trage rausgekarrt worden«. Am Dienstag votierten im Staat rund um Las Vegas 44 Prozent der Stimmberechtigten für Trump. Für den Kandidaten, der gemäß seines Slogans »Amerika wieder groß machen« will, ist es der dritte Erfolg in Serie, bei bisher vier Vorwahlen der Republikaner. Für seine Kontrahenten wird es immer schwerer, ihn noch zu stoppen.

Genau das ist aber nach wie vor das Ziel des Establishments der Republikanischen Partei. Nach dem Ausscheiden von John Ellis »Jeb« Bush schließen sich die Reihen der konservativen Gouverneure und Würdenträger hinter Marco Rubio. Doch damit kommt der Senator aus Florida nicht automatisch bei den Par...

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