24.02.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Neue Unübersichtlichkeit

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg könnte der FDP ein Comeback bescheren und die SPD zur Nischenpartei machen. Die Linke bangt

Ralf Wurzbacher

Es war einmal in Baden-Württemberg, da gebot die CDU über Land und Leute wie gottgewollt. Obwohl vor nicht einmal fünf Jahren zu Ende gegangen, hat die Ära für die Partei heute schon etwas Märchenhaftes: zu schön, um jemals wieder wahr zu werden. Die neue Unübersichtlichkeit in der Parteienlandschaft der Republik lässt sich wohl nirgendwo besser besichtigen als im Ländle. Bei der anstehenden Landtagswahl am 13. März ist hier praktisch alles möglich – oder nichts. Mithin blüht Deutschland sogar nie Dagewesenes: »Schwarz-Rot-Gelb.«

Für ein Bündnis von CDU, SPD und FDP legte sich unlängst Exministerpräsident Günther Oettinger (CDU) wortmächtig ins Zeug: »Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschießen.« Bei intaktem Überlebensinstinkt über die Wahlnacht hinaus müsste ein Techtelmechtel mit der Chefin der »Alternative für Deutschland« (AfD) also ein No-Go sein. Das wäre dann so ziemlich das einzige, was farblich nicht zusamm...

Artikel-Länge: 6800 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe